Ein Batteriespeicher ist der wirksamste Hebel gegen Drosselverluste. Was er bringt, wie groß er sein sollte und wo seine Grenzen liegen.
Ohne Batteriespeicher kann die Anlage nur den Strom nutzen, der im selben Moment im Haus verbraucht wird. Alles, was darüber liegt, müsste eingespeist werden und wird bei Nulleinspeisung stattdessen abgeregelt. Genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint und der Verbrauch niedrig ist, entstehen die größten Verluste. Ohne Speicher ist Nulleinspeisung deshalb nur sinnvoll, wenn der Tagesverbrauch hoch und gut planbar ist.
Ein Batteriespeicher entkoppelt Erzeugung und Verbrauch zeitlich. Der Mittagsüberschuss wird zwischengespeichert und abends oder nachts genutzt. Das hat zwei Effekte:
Damit ist der Speicher der direkteste Weg, eine Nulleinspeisung wirtschaftlich zu machen.
Zwei Kennwerte entscheiden, wie viel Überschuss der Speicher aufnehmen kann:
| Kennwert | Warum er zählt |
|---|---|
| Kapazität (kWh) | begrenzt, wie viel Überschuss insgesamt gespeichert werden kann. Ist sie zu klein, ist die Batterie mittags voll und es wird wieder abgeregelt. |
| Ladeleistung (kW) | begrenzt, wie schnell geladen werden kann. Liefert die Anlage kurzzeitig mehr, als der Speicher aufnimmt, fließt der Rest in die Abregelung. |
Ein gut dimensionierter Speicher ist auf Anlage und Verbrauch abgestimmt. Pauschale Faustformeln greifen zu kurz; eine fachliche Auslegung lohnt sich.
An sonnigen Tagen ist die Batterie häufig schon am frühen Nachmittag voll. Danach würde wieder abgeregelt. Hier kommen flexible Verbraucher ins Spiel: Warmwasserbereitung, Wärmepumpe und das Laden des E-Autos können den restlichen Überschuss aufnehmen. Solche flexiblen Verbraucher fallen zudem unter §14a EnWG und können reduzierte Netzentgelte bringen. Einen Vergleich der Netzbetreiber bietet der §14a-Atlas. Die wirkungsvollste Kombination lautet daher:
Speicher werden entweder direkt an den Solar-Gleichstromkreis angebunden (DC-gekoppelt) oder über einen eigenen Batterie-Wechselrichter ins Wechselstromnetz des Hauses (AC-gekoppelt). Für die Nulleinspeisung ist beides geeignet; entscheidend ist, dass die Regelung Speicher und Wechselrichter sauber zusammen steuert. Die Auswahl hängt von der bestehenden Anlage ab und gehört in eine fachliche Planung.
Das Soluxion HEMS koordiniert Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox nach Ihrem Solarüberschuss. So wird der Speicher sinnvoll genutzt und der Rest in flexible Lasten gelenkt, statt abgeregelt zu werden. Auf Basis der Open-Source-Software evcc, mit über 550 unterstützten Geräten, lokal und ohne Cloud-Zwang.
Allgemeine Information ohne Gewähr, keine Fachberatung. Die richtige Auslegung von Speicher und Anlage hängt vom Einzelfall ab und gehört in eine fachliche Planung.